26.6.2018
Projekt zur pränatalen Diagnostik und Beratung




 

Die Lehrkräfte Birgit Seidl (Biologie) und Anna Maria Wallner (Katholische Religionslehre) führten ein gemeinsames fächerübergreifendes Projekt zum Thema „Lebens-Schutz" durch. In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Donum Vitae Deggendorf sollte das ungeborene Leben aus ethischer und biologischer Sicht thematisiert werden. Dafür eignet sich der Film „24 Wochen" sehr gut, weil er pränatale Diagnostik und Schwangerschaftsabbruch behandelt. Am 22.6. besuchten die Referentinnen von Donum Vitae die Religionsklasse 10a/b von Frau Anna Maria Wallner, die sich innerhalb des Themenbereichs „Gewissen konkret: Entschieden handeln für das Leben" im Vorfeld bereits mit Lebensrecht und Menschenwürde, PND – Fluch oder Segen sowie dem Down-Syndrom eingehend befasst hatte. Und am 26.6. kamen die Expertinnen in den Biologiekurs der Q11 von Frau Birgit Seidl, die gerade die PND behandelte. Zum Einstieg in dieses sehr emotionale Thema wurde jeweils gemeinsam der Film „24 Wochen" angeschaut. Die Schüler sollten dabei in Gruppen besonders auf die einzelnen Charaktere der Protagonisten und deren Entwicklung im Laufe des Films achten. Im vorliegenden Fall wurde bei der Pränataldiagnostik beim Kind der Befund Down-Syndrom mit Herzfehler gestellt. Nach dem Film zeichneten Schüler die Entwicklung der Hauptpersonen im Plenum nochmals nach und pinnten die Ergebnisse an einen Flipchart. Im Anschluss daran konnten diese Fragen deb Beraterinnen von Donum Vitae stellen. Diese berichteten von den relevanten rechtlichen Grundlagen, über den Ablauf von Beratungsgesprächen, das Procedere bis hin zu einer Abtreibung und dass sie durch Supervision für ihre eigene Psychohygiene sorgen würden. Auf Anfrage der Schüler berichteten sie, dass sie im Jahr ca. 48 Beratungsfälle mit problematischer Diagnose bis zur Entscheidungsfindung und darüber hinaus begleiten würden. Zudem zeigen sie den betroffenen Familien auf, an welche Einrichtungen sie sich wenden können und welche Fördermaßnahmen sich anbieten. Sie informieren dabei neutral, ohne ihre subjektive Meinung darzulegen. Die Schüler waren sich einig, dass dies ein sehr informatives und für das weitere Leben sehr bedeutendes Projekt war, da man erfuhr, wie es manchen Menschen in ihrem Leben ergeht, man die Folgen für die ganze Familie beobachten kann und dabei für sich selbst im Hinterkopf behält, dass einen dieses Schicksal auch treffen kann.

 

 Birgit Seidl, StDin und Anna Maria Wallner, StDin

 


Zum Archiv...
powered by webEdition CMS