18.7.2018
Gymnasiasten nehmen an einem Workshop-Wochenende zum Thema Biodiversität teil




 

Vielfalt des Lebens schützen – We Do!

Gymnasiasten nehmen an einem Workshop-Wochenende zum Thema Biodiversität teil

 

 

 

Die Vielfalt des Lebens zu schützen und zu erhalten ist eine der weltweit wichtigsten Aufgaben, um unseren Planeten vor der Zerstörung durch die Menschheit zu bewahren. Im Rahmen des Begabtenförderungsprogramms des Gymnasiums Landau erhielten einige Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen die Möglichkeit, sich mit dem wichtigen Thema Biodiversität aktiv auseinanderzusetzen. Von Freitag bis Sonntag nahmen Sie unter Begleitung der Lehrkräfte Nicole Aigner und Hannes Maier in Inzell an einer Veranstaltung des P-Seminars We Do! VIELFALT.LEBEN des Annette-Kolb-Gymnasiums in Traunstein teil. Die Reise fand dem Charakter des Themas entsprechend mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt, die Gruppe reiste mit Bahn und Bus.

Nach der Begrüßung startete das Programm am Freitagnachmittag mit einer Expedition in die Umgebung. Auf einem Rundweg erfuhren die Teilnehmenden in 12 Stationen mit den unterschiedlichsten Aktivitäten mehr zum Thema Biodiversität. So wurde die Wichtigkeit jeder Art in einem Ökosystem zum Beispiel dadurch aufgezeigt, dass von einem Schüler „Alle meine Entchen“ auf einem Glockenspiel zunächst richtig gespielt wurde. Dann wurde ein zweiter Versuch unternommen, bei dem einige Tonstäbe fehlten, was dazu führte, dass die Melodie nur mit Lücken oder falschen Tönen erklang. Genauso kommt es zu einem Missklang in einem Ökosystem, wenn eine Art ausstirbt oder vertrieben wird. Am Abend referierte dann der Landschaftsfotograf Alfred Ringler über die Veränderung von Landschaften durch den Menschen, indem er Fotos derselben Stelle, die im Abstand einiger Jahrzehnte aufgenommen wurden, zeigte. Der Abend klang mit Kennenlernspielen der ca. 60 Schülerinnen und Schüler von verschiedenen bayerischen Gymnasien aus.

Am Samstag wurden dann sechs verschiedene Themen angeboten, man musste sich für eines entscheiden. Die Workshops zu den Ökosystemen Alm, Wiese, Moor, Wald, Siedlung, Gewässer umfassten neben einem theoretischen Teil immer auch eine Menge an Praxis und Aktivitäten. So wurden an der Roten Traun zur Veranschaulichung der Biodiversität Wasserlebewesen gefangen und bestimmt und die Teilnehmenden des Workshops befassten sich mit dem Problemthema Mikroplastik. Auf der Wiese wurden Pflanzenarten bestimmt, Kräuterbutter und Kräutersalbe hergestellt. Die Gruppe Wald beschäftigte sich damit, dass das Ökosystem von verschiedenen Interessensgruppen genutzt wird und mit der Problematik des Palmöls. Außerdem wurde ein Reisighaufen für Igel angelegt. Im Workshop Siedlung wurden Möglichkeiten vorgestellt, auch in bewohnten Gebieten und in Gärten auf den Biodiversitätsschutz zu achten. Dazu wurden Videos aufgenommen, die einen Garten aus der Sicht tierischer Bewohner wie Igel, Zauneidechse oder Schmetterling zeigen. Nachmittags stellten die Teilnehmenden dann aus einem Bausatz einen Fledermauskasten her. Alle Workshops wurden von ausgewiesenen Experten wie z. B. Förster, Mitarbeiter der Naturschutzbehörde, Landschaftsarchitekt, Landwirt, Almbauer, Naturschutzverbandsmitglied oder Diplombiologe begleitet.

Der Abend klang mit Grillen, Fußball-WM schauen und der Münchner Gruppe rehab republic aus, die eines ihrer Projekte vorstellten: Mit Gemüse und Obst, das von Supermärkten weggeworfen werden müsste, veranstalten sie immer wieder öffentliche Schnibbelparties. Mitmachen kann jeder, es wird geschnibbelt, gekocht und gemeinsam gegessen.

 Am Abschlusstag gab es dann einen Austausch der Workshops untereinander, beim Fest der Vielfalt wurden die verschiedenen Themen und Aktivitäten präsentiert. Die Schülerinnen des P-Seminars und ihr betreuender Lehrer Martin Jochner vom Annette-Kolb-Gymnasium bekamen einen tosenden Applaus. Nach dem Mittagessen, einer Gemüsesuppe, deren Bestandteile am Abend vorher von den Teilnehmenden von We Do geschnibbelt wurden, hieß es dann Abschied nehmen. Alle waren sich einig, dass sich die Teilnahme hundertprozentig gelohnt hat.

 

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