Indienbesuch 2012

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Unser Tagebuch

 

Tag 1 Montag 22.10.2012

Nach einem ziemlich langen, aber angenehmen Flug, sind wir nach 2h Busfahrt zur TISB (unsere Schule) gefahren. Dabei konnten wir erste Eindruecke sammeln, wodurch unsere Vorstellungen voellig uebertroffen wurden. Der Unterschied zwischen arm und reich ist extrem, ausserdem vergingen keine 2sek ohne lautes Gehupe. Als wir in der TISB ankamen und unsere Zimmer bezogen haben, gab es sofort Mittagessen, das typisch indisch (leicht scharf) und sehr lecker war. Nach einem kurzen Campus-Rundgang durften wir nach einem sehr anstrengenden Tag endlich ins Bett.

 

Tag 2 Dienstag 23.10.2012

Nach einem gewoehnungsbeduerftigen Fruehstueck fuhren wir in die Innenstadt, um 2 indische Tempel zu besichtigen: den Bull- & Jain-Tempel. Dadurch bekamen wir die Chance ein paar Religionen besser kennen zu lernen. Anschliessend waren wir bei Mr. Haldar eingeladen. Dort durften wir an einer Zeremonie teilnehmen und spaeter wurde uns Essen auf Bananenblaettern serviert. An diesem Tag wurde uns der Unterschied zwischen arm und reich noch staerker bewusst, da wir durch ein typisch armes Viertel gingen und sich schon 100m weiter ein riesiges Luxuseinkaufszentrum befand.

 

Tag 3 Mittwoch 24.10.2012

Heute besuchten wir das Strassenkinderprojekt ECHO. Dieser Tag war besonders, da wir einen Einblick in das Leben der Slumkinder bekamen. Trotz aller Erzaehlungen kann man sich nicht vorstellen wie schlimm es ist, wenn man es selber noch nicht erlebt hat. Am Nachmittag spielten wir mit den Kindern Basketball und brachten uns gegenseitig traditionelle Taenze bei. Diese fuehrten wir abends bei einem Musical auf. Dieser Tag hat uns gezeigt, wie gut es uns zu Hause in Deutschland geht.

 

Tag 4 Donnerstag 25.10.2012

Ausflug nach Mysore: nach einem Zwischenstopp bei einem Seidenraupenmarkt und bei KFC kamen wir nach 5h Fahrt endlich in Mysore an. Als erstes fuhren wir zum Charmundi-Tempel, welcher fuer die Inder ein bekannter Wallfahrtsort ist. Mittags wurden wir in ein edles Hotel zum Essen eingeladen, wo das Buffet sehr koestlich war. Danach besichtigten wir den Maharaja-Palast, bei dessen Rundgang wir uns aber sehr in Acht vor Dieben nehmen mussten. Auf dem Heimweg machten wir noch Halt bei einer Zuckerrohrfarm und staerkten uns mit einer Kokosnuss und deren Milch.


Tag 5 Freitag 26.10.2012

Heute besichtigten wir die indische Niederlassung der deutschen Software-Firma SAP. Dort bekamen wir einen Einblick durch 2 Vortraege und einen Rundgang durch das Gelaende. Mittags assen wir in der vegetarischen, firmeneigenen Kantine und dann ging es auch schon wieder zur Schule. Nachmittags hatten wir die Moeglichkeit im Pool zu baden oder andere Sportarten zu betreiben.

 

Tag 6 Samstag 27.10.2012

Heute war der erste Tag ohne Ausflug. Diese freie Zeit nutzten die Jungs um gegen die Inder Fussball zu spielen. Das Spiel endete mit 3:2 fuer uns. Waehrend es in Deutschland schneite, entspannten wir uns am Pool und spielten Wasserball. Am Abend schauten wir noch zwei kurze Theaterstuecke von den Schuelern der TISB und englischen Austauschschuelern an.

 

Tag 7 Sonntag 28.10.2012

Nach dem gestrigen ruhigen Tag, waren wir heute wieder unterwegs. Nach tagelangen Bemuehungen der Lehrkraefte hatten wir die Ehre im Oktoberfest der Stadt Bangalore teil zu nehmen. Dort fuehrten wir vor versammelten Publikum unsere Sternpolka auf. Anschliessend durften wir uns an einem bayerischen Buffet bedienen, das von indischen Koechen zubereitet wurde. Natuerlich entsprach es nicht unseren heimischen Gewohnheiten, aber es schmeckte trotzdem sehr gut. Wir und auch die indischen Gaeste waren sehr begeistert, da eine traditionelle Volksmusikgruppe spielte, welche fuer gute Stimmung sorgte. Nach dem Besuch des Oktoberfestes fuhren wir weiter in ein riesiges Einkaufszentrum, wo wir die Moeglichkeit bekamen indische Souveniers zu kaufen. Abends waren wir alle erschoepft und gingen somit frueh zu Bett. 

 

Tag 8 Montag 29.10.2012 

Vormittags besuchten wir den Unterricht der TISB. In den ersten zwei Stunden nahmen wir am Deutschunterrricht teil, wo wir und die indischen Schueler uns gegenseitig Fragen stellen konnten. Den restlichen Vormittag ging jeder von uns mit einem indischen Schueler mit und besuchte weiter Unterrichtsstunden. Nach dem Mittagessen fuehrten wir im sog. Auditorum unsere Polka in Dirndl und Lederhose ein weiteres Mal auf. Den verbleibenden Nachmittag verbrachten  wir damit uns auszuruhen und Sport zu treiben.


Tag 9 Dienstag 30.10.2012

Heute besuchten wir eine staatliche Schule, die ca. 15min Busfahrt von der TISB entfernt ist. Diese konzentrierte sich mehr auf praktische Erfahrungen als auf theoretisches Wissen. Ausserdem werden dort auch viele umweltschuetzende Projekte durchgefuehrt, wie z.B. das Recyclen von Plastikmuell. Nach einem Rundgang durch die Schule erwarteten uns Schueler ca. unseren Alters und wir konnten uns gegenseitig Fragen ueber Kultur, Politik, unsere Schulen usw. stellen. Nachmittags fuhren wir zum Konsulat, wo uns Herr Loeffler (dt. Generalkonsul) ueber seinen Beruf informierte. Im Grossen und Ganzem war der heutige Tag interessant und aufschlussreich.

 

Tag 10 Mittwoch 31.10.2012

Das Büro von "invest in bavaria" stand heute auf dem Programm, welches sich um die Verwaltung Bayerns in Indien kümmert. Als wir nach 1 1/2 Stunden Fahrt endlich dort ankamen, wurden uns dort die Aufgaben des Büros von John Katahil, dem Chef, erklärt. Wir bekamen auch kleine Andenken und  mittags wurden wir von ihm zum Essen in ein typisch-südindisches Restaurant eingeladen. Das Essen war sehr scharf und somit für uns sehr speziell. Als besonderes Getränk gab es Chili-Wasser. Am Nachmittag fuhren wir in ein Einkaufszentrum, eine sogenannte "Mall", bei welcher aber die Preisunterschiede zu Deutschland sehr gering waren. Deshalb hielt sich unsere Shopping-Begeisterung an diesem Tage in Grenzen. Somit ging ein weiterer Tag in strömenden Regen zu Ende.

 

Tag 11 Donnerstag 01.11.12

Heute hatten wir noch einmal die Chance unsere letzten Rupies auszugeben und Souvenirs wie Schals einzukaufen. Wir fuhren in eine riesige Einkaufsstraße namens "Commercial Street", in der die Preise weitaus billiger waren als in den Einkaufszentren. Wer nicht das Dreifache zahlen wollte, musste sich gegen die dreisten Inder durchsetzen können und handeln. Obwohl es den ganzen Tag regnete, waren wir alle abends sehr glücklich über unsere Mitbringsel und im Vergleich zu Deutschland billigen Markenklamotten, die wir egatterten.

 

Tag 12 Freitag 02.11.12

Unser letzter Tag in Indien stand bevor. Heute wurden wir von Herrn Kneile und dessen Frau in ihr Haus eingeladen. Der Weg dorthin war sehr holprig, mitten im Hinterland Bangalores. Herr Kneile ist Deutscher und lebt seit 38 Jahren hier in Bangalore. Er erzählte uns viel von seinen Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Jahre. Alles in allem ein sehr interessanter Vormittag. Eine schöne Überraschung war, dass wir nach knapp 2 Wochen wieder mal einen richtig guten, deutschen Schokokuchen verzehren durften. Lecker! Anschließend luden uns die beiden in ein vegetarisches Hotel zum Mittagessen ein. Im Hotel durften wir aufs Dach, wo sich ein riesiger Pool befand und wir einen super Überblick über die Stadt bekamen. Das Essen war scharf wie immer, schmeckte aber sehr gut, eines der besten indischen Essen der vergangenen zwei Wochen. Am Nachmittag entspannten wir uns nochmal am Pool und genossen zum letzten Mal die sommerlichen Temperaturen. Die Vorstellung, dass es zu Hause „eiskalt“ ist, war nicht gerade eine Traumvorstellung. Gegen Mitternacht ging es nach einem Abschlussessen mit dem Schulleiter und einigen Schülern der TISB auf zum Flughafen.

  

Tag 13 Samstag 03.11.12

Den letzten Tag verbrachten wir eigentlich den ganzen Tag im Flugzeug. Wir wurden am Freitag um Mitternacht an der TISB abgehohlt und fuhren direkt zum Flughafen, wo wir den Flieger nach Dubai nahmen. Nach dem 3 1/2 stündigen Flug mussten wir noch zwei Stunden auf unserern Anschlussflug warten, bevor wir den 6 1/2 stündigen Flug nach München mit der A380 genießen durften. In München angekommen, war jeder froh wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben, aber auch über die heile Landung. Uns wurde dann auch noch bewusst wie stark wir die deutsche Kultur vermissten und wie schön wir es hier in unserem Land haben.