8.5.2018
Lilly-Mae in Berlin





Lilly-Mae vertritt das Bundesland Bayern beim Vorlesewettbewerb


 „Wie lesen die wohl?", fragte sich Lilly-Mae, als sie auf der Dachterrasse der Volksbücherei Fürth die ersten Teilnehmer sah. Mit ihrer Oma, ihrem Papa und ihrer Mama als moralische Verstärkung reiste Lilly-Mae am 7. Mai zum Bayernentscheid des 59. Vorlesewettbewerbs. Als alle Kandidaten vollständig waren, wurden sie zusammen mit den Ehrengästen in der festlich dekorierten Bibliothek begrüßt. „Oh, da sind aber viele wichtige Personen da", dachte die Schülerin aus Landau, „da muss ich mich aber anstrengen, weil ich mich nicht blamieren will." Das Los ließ Lilly-Mae als zwölfte von sechzehn Teilnehmern in der ersten Runde ihren vorbereiteten Text, Die fabelhafte Miss Braitwhistle von Sabine Ludwig lesen. Nach der ersten Kandidatin, die vorgelesen hatte, dachte sich Lilly-Mae: „Puh!! Da muss ich mich aber mächtig ins Zeug legen! Die ist aber wahnsinnig gut!" Mit starkem Herzklopfen trat die Schülerin schließlich vor die Jury und das zahlreiche Publikum. Die Nervosität legte sich jedoch komplett beim Vorlesen, als Lilly-Mae in ihr Buch eintauchte.


Die halbstündige Pause zwischen den beiden Runden des Vorlesewettbewerbs nutzte Lilly-Mae für einen Imbiss und zum Runterkommen. Der Autor Tobias Elsässer stellte nun sein Buch Eden Park vor, das die Grundlage für den unbekannten Text war. „Das klingt ja interessant und spannend", dachte sich die Schülerin währenddessen, „das wäre ein Buch, das ich gerne lesen würde." Die Seite 21 des Werks war Lilly-Maes Lesestück. „Es hat total viel Spaß gemacht, in die verschiedenen Rollen einzutauchen", sagte das Mädchen im Nachhinein. Das anschießende zermürbende Warten wurde durch zusätzliche Erhöhung der Spannung bei der Preisverleihung gesteigert. Lilly-Mae überflog gerade das Buchcover ihres Preises, als sie plötzlich völlig unerwartet ihren Namen hörte. Etwas verunsichert schritt die Schülerin nach vorne und nahm voller Freude ihre Urkunde entgegen.


 



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