12.2.2017
W-Seminar Physik und Medizin: Exkursion zur TUM




Wissen sammeln an der Quelle – Exkursion des W-Seminars „Physik und Medizin" zur TUM



Am 8. Februar 2017 unternahm das W-Seminar „Physik und Medizin" einen Ausflug zur technischen Universität München in Garching. Nun hätte ein Ausflug während der regulären Schulzeiten wohl jedem Schüler ein strahlendes Lächeln ins Gesicht gezaubert, uns aber wurde durch OStR Dominik Palme darüber hinaus ermöglicht, einen Kernreaktor zu besichtigen. Dabei unterstützt wurde er durch OStRin Regina Palme und StD Eugen Fornoff, die freundlicherweise dabei mithalfen uns nach München zu transportieren. Vor Ort wurden wir mit äußerst strengen Sicherheitsvorkehrungen konfrontiert, bestehend aus mehrmaligen Ausweiskontrollen, Metallscannern und Leibesvisitationen. Somit war die erste Hürde gemeistert. Die zweite bestand darin unser Modebewusstsein lange genug zu überwinden um Überschuhe aus Gummi anzuziehen. Dafür wurden wir dann mit Besucherausweisen belohnt. Kurz darauf gelangten wir zum ersten Ziel unserer Reise: dem Kernreaktor. Dieser wurde uns daraufhin von unseren Führern genauestens erklärt. Der Kernreaktor dient als Quelle für heiße und kalte Neutronen, die an der TUM für Versuchszwecke genutzt werden. Der erste dieser Versuche wurde uns an der nächsten Station erläutert. Die Neutronen können, Röntgenstrahlen ähnlich, dazu genutzt werden, Objekte zu durchleuchten. Anders als bei Röntgenstrahlen ist man mit Neutronen jedoch in der Lage dazu auch Gegenstände aus Metall zu untersuchen. Diese Technologie kommt auch im Dienste der Automobilindustrie (zur Durchleuchtung laufender Motoren) zum Einsatz. Allerdings ist dies nicht die einzige Technologie, die durch den Kernreaktor möglich gemacht wird. Nach einem kurzen Fußmarsch zum nächsten Bereich des Reaktorgebäudes, wurde uns die Herstellung und Anwendung von Positronen beschrieben. Diese dienen unter Anderem der Prüfung der Reinheit eines Stoffes. Es folgten diverse Anwendungsbeispiele sowie einige weitere Maschinen, die wir begutachten durften. Nachdem wir so durch alle öffentlich zugänglichen Bereiche des Reaktorgebäudes geführt worden waren, und dabei erfahren haben, dass die Besichtigung eines Kernreaktors mit vielen Treppenstufen verbunden ist unterzogen wir uns einen Kontaminationsschnelltest. Dazu stellten wir uns auf eine Apparatur, welche die radioaktive Belastung auf unseren Körper prüfte. Da niemand von uns einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt war, gestattete man uns in den Eingangsbereich zurückzukehren. Dort angekommen wurden wir in die Neutronenleiterhalle geführt, welche uns ebenfalls explizit erklärt wurde. Dann kehrten wir in die Eingangshalle zurück und konnten endlich unsere Überschuhe ausziehen. Anschließend durften wir noch die Universitätscafeteria inspizieren bevor wir die Heimreise antraten. Zuhause angekommen vertraute uns Herr Palme an, dass wir auf diesem Ausflug den halben Q12 Stoff innerhalb von nur 2 Stunden gelernt haben. Es lässt sich also definitiv sagen, dass wir während diesem Ausflug einiges gelernt haben. Wir wurden umfassend über die Anwendung von radioaktiven Stoffen in der Medizin informiert und viele von uns konnten Anregungen für die Themenwahl für die Seminararbeit mit nach Hause nehmen.


Philip Schwinghammer, Denis Asbeck, Q11


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