9.6.2019
32. Schulwallfahrt mit Diözesan-Jugendpfarrer Wolfgang de Jong




 

Diesmal vor Pfingsten - machten sich 5 Busse mit Schülern und Lehrern des Gymnasiums Landau bei herrlichem Wetter zu ihrer 32. Schulwallfahrt auf. Die Wallfahrtsgruppe ging heuer ein doppelt so langes Wegstück, 2.7 km von Neuötting nach Altötting, erstmals am Möhrenbach entlang durch den Gries. Bei der Brücke zum Prälatenweg traf die Pilgergruppe auf die Einbegleitung mit dem Kreuz und auf Diözesan-Jugendpfarrer Wolfgang de Jong. Vor der Gnadenkapelle spielten die Bläser des Gymnasiums unter der Leitung von Johannes Troiber. Begrüßt wurde unsere Gruppe von Stiftskanoniker Roman Blasikiewicz vom St. Rupertusstift, einem Vertreter von Prälat Günter Mandl. Diözesan-Jugendpfarrer Wolfgang de Jong, ein gebürtiger Altöttinger und kirchlich in der Stiftskirche groß geworden, zelebrierte die feierliche Marienandacht. Als Evangelium wählte er Joh 14,27-31a über den Frieden: „... den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch... Hauptgesichtspunkt seiner Predigt war der Frieden: Wir wünschen uns den Frieden, verhalten uns aber oft ganz anders. In einer Schülerzeitschrift war einmal zu lesen:


Frieden – Peace


Du schreibst Frieden auf Deine Jacke und machst Krieg mit Deinen Eltern.
Du schreibst Frieden auf Deine Stirn und setzt zum Angriff gegen das Establishment an.
Du schreibst Frieden auf Deine Hosen und läufst Sturm gegen Deine Lehrer.
Du brennst Frieden in Deine Haut und zankst Dich mit Deinem Bruder.
Du möchtest, dass Frieden in Deinem Wesen zu lesen ist, und Du führst Krieg mit Dir selbst.
Auf dem Papier, auf Deiner Jacke, auf Deiner Hose, auf Deiner Haut, überall steht Frieden,
doch in Deinem Herzen herrscht Krieg..."

Unbekannter Autor.


Aber was ist Frieden? kein Streit, kein Krieg, Wohlstand, problemfreies Leben oder gehe ich der Auseinandersetzung aus dem Weg? Auch für Jesus war Frieden ein Thema. Aber trotzdem teilte er auch aus und sprach von Schlangenbrut und von Lügnern. Es gibt auch Frieden, der nicht nach dem Geschmack der Gesellschaft ist, das ist Widerstand, für Gerechtigkeit, der harten Wirklichkeit ins Auge sehen. Für den einzelnen bedeutet Frieden, wenn er mit seiner ureigenen Lebensgeschichte Frieden schließt. Aber an dem Satz „Meinen Frieden gebe ich euch, .... nicht wie die Welt ihn gibt." sieht man, dass Frieden nicht in erster Linie menschliche Leistung ist. Die Kraft, den Mut müssen wir immer wieder geschenkt bekommen. Drum geben wir uns den Friedensgruß. „Der Friede des Herrn sei alle Zeit mit euch. - Und mit deinem Geiste." In jeder Eucharistiefeier wird uns der Leib Christi geschenkt. Damit geht Jesus mit uns und wir sollen den Frieden weiterschenken. Und am Ende des Gottesdienstes sollen wir in Frieden gehen, nicht hier in der Kirche, sondern v.a. draußen. Die Predigt beendet der Jugendpfarrer, indem er den Anwesenden Gottes Segen, Mut und Kraft für das weitere Leben wünscht und rät, dass man sich, wenn man nicht mehr weiter weiß, an die Mutter Gottes wendet.

 


Die Organisatorin der Wallfahrt, Frau Anna Maria Wallner, begrüßte alle ganz herzlich, besonders Herrn StD Eugen Fornoff von der Schulleitung, ferner den ehemaligen Schulleiter OStD a.D. Siegfried Pyka sowie den Initiator der Wallfahrt, Monsignore Dr. Franz Bauer. Schülerinnen und Schüler trugen Fürbitten vor, Orgel und Bläser gestalteten die Andacht sehr feierlich. Am Ende der Wallfahrtandacht dankte eine Schülerin im Namen aller für die Vorbereitung und Organisation der Schulwallfahrt und dem Zelebranten für die festliche Andacht.


Nach dem offiziellen Teil der Wallfahrt blieben die Gymnasiasten diesmal erstmalig in Altötting und nahmen die Angebote des größten Wallfahrtsortes Deutschlands wahr.Die Religionslehrer führten die Fünftklässler in die Diaramen, die Sechstklässler zum monumentalen Panorama Kreuzigung Christi, einem eigens dafür errichteten Museumsge-bäude, und die Siebtklässler besuchten Gnadenkapelle und Bruder-Konrad-Kloster. Die älteren Schüler konnten den Wallfahrtort selbst erkunden. Und der eine oder die andere hat in die Gnadenkapelle oder in eine der vielen weiteren Kirchen (z.B. in die Basilika, die neu renovierte Bruder-Konrad-Kirche und die Magdalenenkirche) geschaut, sich ein Wallfahrts-andenken und ein Eis gekauft. Die Religionslehrer zogen ein positives Resümé und fanden die Neuerungen sehr gut.

 

 

Anna Maria Wallner, StDin


Zum Archiv...
powered by webEdition CMS