13.7.2017
Jubiläums-Schulwallfahrt mit Bischof Oster




30 Jahre Schulwallfahrt nach Altötting im 50. Jahr des Bestehens des Gymnasiums

 

                 

Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres war sicherlich die Wallfahrt des Gymnasiums nach Altötting. Wie in den Vorjahren starteten auch diesmal sechs Busse und zahlreiche Privatautos vom Gymnasium Landau mit drei Mitgliedern der Schulleitung, Frau Oberstudiendirektorin Feldkamp, Herrn Studiendirektor Fornoff und Frau Studiendirektorin Pritzl, der gesamten Fachschaft Religion, inklusive der evangelischen Religionslehrerin, einigen Kollegen aus anderen Fachschaften sowie allen Referendaren zum Jugendübernachtungshaus Herrenmühle kurz vor Altötting, wo Bischof Dr. Stefan Oster SDB und Subregens Robert Paulus die Gymnasiasten empfingen. Die Wallfahrtsgemeinde zog mit dem Bischof bei herrlichem Sonnenschein auf den Kapellplatz ein – unter Glockenklang und begleitet von einem Choral der Bläser des Gymnasiums. Dort erwarteten Monsignore StD a.D. Dr. Franz Bauer, die ehemaligen Schulleiter des Gymnasiums Landau, OStD a.D. Siegfried Pyka und OStD a.D. Peter Wurzer, der Fördervereinsvorsitzende des Gymnasiums Landau a.d.Isar, Jürgen Stadler, sowie einige ehemalige Lehrer und Schüler die einziehenden Gymnasiasten. Der Altöttinger Stadtpfarrer und Wallfahrtsbeauftragte Prälat Günther Mandl begrüßte die Landauer Gymnasiasten und lobte die langjährige Tradition dieser Wallfahrt. Dann beteten Schüler das Ave Maria in lateinischer, englischer, französischer, spanischer, italienischer, russischer und OStD a.D Wurzer in norwegischer Sprache. Monsignore Dr. Bauer, der Initiator der Wallfahrt und – über 27 Jahre hindurch der Schulgeistliche des Landauer Gymnasiums – betonte in der Stiftskirche, dass es ihm wichtig gewesen sei, jedes Jahr einen Gastprediger aus allen Graduierungen der katholischen Kirche einzuladen, insgesamt acht Bischöfe und sechs Äbte. Es sei bemerkenswert, dass sich immer so viele Schüler in ihrer Freizeit, nachmittags angesprochen fühlten von diesem religiösen Gemeinschaftserlebnis. Die Wallfahrt sei für ihn jedes Jahr ein emotionales Highlight gewesen. Es sei sein Wunsch gewesen, dass die Gymnasiasten in Altötting von einem religiösen Feeling irgendwie angesteckt würden und dass durch diese Wallfahrt mehr noch als durch die Theorie des Religionsunterrichtes bei den Schülern eine tiefere Schicht berührt würde – das Herz. Sie sollten immer mehr spüren dürfen, sie sind nicht irgendeine Nummer, ein zufälliges biologisches Konstrukt dieser Welt, vielmehr von oben her, von einem himmlischen Vater und einer himmlischen Mutter in ihrem existentiellen Dasein geplant, gewollt, geliebt, geborgen. Die Schüler sollten von Altötting immer mit einem tieferen Gottvertrauen in Landau aus dem Bus aussteigen als sie vorher eingestiegen sind.

 

 

Bischof Oster nahm das Evangelium der Emmausgeschichte in seiner Predigt auf: er wünschte den Schülern gute Religionslehrer, die ihren Schülern die Bibel so erschließen könnten, dass den Schülern das Herz aufgehe. Weiter merkte der Bischof, der frei predigte und den Schülern im Mittelgang eindrücklich nahe war, an, dass bald Zeugniszeit sei, aber die Noten nicht den Menschen ausmachten. Bildung sei sehr wichtig und auch Noten seien sehr wichtig, denn sonst würden die Schüler nichts tun und wir müssten froh sein, so gute Schulen zu haben, da es viele Länder gibt, wo es nicht so ist. Wir sind als Menschen von Gott gewollt, unsere Besonderheit ist nicht durch Noten messbar. Vielmehr aber wünsche er allen mit dem Herzen zu sehen wie sein Ordensgründervater Don Bosco. Er erzählte die Geschichte von einem kleinen Jungen, der in die Sakristei Don Boscos kam, den der Mesner vorher hinausgejagt hatte, weil er hungrig, vom Land und ohne Eltern war. Don Bosco holte ihn zurück und fragte, ob er lesen, schreiben oder ob er gut in der Schule sei. Als der Junge immer deprimierter wurde, fragte Don Bosco, was er denn gut könne und der Junge sagte: „Pfeifen“. Jedem, so der Bischof, ist etwas Einzigartiges gegeben, jeder habe ein Talent, jeder sei Gottes Geschöpf. Wir sollten diese Besonderheiten und Begabungen der anderen herauslieben, so wie Don Bosco es bei dem Jungen getan hat. Der Bischof empfahl den Schülern Jesus als Freund und Begleiter, der bei allen Höhen und Tiefen des Lebens mitgeht. Denn so ist das Leben, es besteht immer aus Höhen und Tiefen. Dies kann keiner verhindern und verstehen, aber Jesus kann unser Freund werden und diese Wege mit uns gehen. Und dies kannst du einüben, indem du dir morgens und / oder abends 5-10 Minuten Zeit nimmst und dir vorstellst, dass Jesus dich so anschaut, wie Don Bosco den kleinen Jungen, dass du dich in deinen aktuellen Anliegen und Bitten an Jesus wendest, ihn in der Stille ansprichst und dies mit einem Gebet beendest und das könnte zu einer guten Gewohnheit werden.

 

 

 

Zwei Schüler dankten am Ende der feierlichen Wallfahrtandacht dem Initiator der Wallfahrt, Dr. Franz Bauer für seine einmalige Initiative, einem Alleinstellungsmerkmal des Gymnasiums Landau, Subregens Robert Paulus und Fachbetreuerin StDin Anna Maria Wallner sowie allen Religionslehrern für die Vorbereitung der 30. Schulwallfahrt, den Vorbetern, Musikern und dem Organisten für ihre schönen Beiträge und überreichten dem Bischof zum Dank für sein Kommen einen Globusballon mit den Unterschriften aller an der Wallfahrt beteiligten Schüler und Lehrer als Symbol für die weltumspannende Kommunikation, die durch die erlernten Sprachen ermöglicht werde und für die Gemeinschaft  am Gymnasium Landau, die unter dem Motto „Miteinander“ steht.

 

 

 

Nach der sehr feierlichen Wallfahrtsandacht ging es zur Brotzeit wieder zum Egerer-Depot nach Hirschhorn, wo sich auch der Bischof unter die Schüler mischte und ungezwungen mit ihnen ins Gespräch kam. Alle waren sich am Ende einig, dass auch die Jubiläumswallfahrt ein gelungenes religiöses Gemeinschaftserlebnis im Leben der Schulfamilie darstellte.

                                                                             Anna Maria Wallner, StDin

 

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