Theaterklasse 6a als Patenklasse des Theaters an der Rott

In diesem Schuljahr wurde der Theaterklasse 6a eine besondere Ehre zuteil. Sie war die Patenklasse für das Stück „Die grandiosen Abenteuer der Johanna Holzschwert", das von den Jungen Hunden im Oktober 2016 am Theater an der Rott in Eggenfelden aufgeführt wurde. Bei den Jungen Hunden handelt es sich um eine sehr erfolgreiche Sparte am Theater an der Rott, die sich vor allem um die jungen Zuschauer kümmert.
Schon früh im Schuljahr reiste die 6a zu einem Probenbesuch der „Grandiosen Abenteuer der Johanna Holzschwert". Die Schüler waren zusammen mit dem begleitenden Lehrer Wolfgang Plab die ersten Zuschauer, die die schnelle, ideenreiche Inszenierung zu Gesicht bekamen. Besonders interessant war an diesem Tag die Offenheit, mit der Regisseur und Schauspieler dazu einluden, nach der Probe quasi auf Augenhöhe über das Stück zu diskutieren. Daran konnte man sehen, dass sie die Patenklasse ernst nahmen, auch wenn sie „nur" Kinder waren. Im Laufe des Vormittags erhielten die Schüler darüber hinaus die Gelegenheit, im Rahmen einer Führung durch das ganze Theater hinter die Kulissen zu blicken. Außerdem erprobten sie an sich selbst, wie schwierig es für Schauspieler ist, auf Knopfdruck emotional zu werden.

Die Patenklasse in der Werkstatt des Theaters an der Rott


Wenige Wochen später durfte die 6a die Aufführung der „Johanna" erleben. Die neue Situation, der ernsthafte Charakter einer professionellen Aufführung im Gegensatz zur eher unfertigen Probesituation und vor allem die räumliche Nähe zwischen Zuschauern und Schauspielern im Studio des Theaters, beeindruckte die Schüler. Als nach der Aufführung die selbst gebastelten, mitgebrachten Geschenke an die Schauspieler übergeben wurden (z. B. eine eigene kreative Nachgestaltung des Schwerts von Johanna), konnte man fühlen, dass Zuschauer und Aufführende eine engere Verbindung hatten, als dies gewöhnlich im Theater der Fall ist.

In einem „Danach" wurde die 6a im Dezember 2016 am Gymnasium an der Landau von der Theaterpädagogin Gabriela Anna Schmid "zurückbesucht". Das Patenstück wurde in der Nachbetrachtung noch einmal miteinander durchlebt. Die Hauptmerkmale Johannas, ihr Mut, ihre Stärke, aber auch ihre Fähigkeit zu träumen wurde in Standbildern und kurzen Szenen spielpraktisch neu interpretiert. Bewundernswert war die Energie, die im Klassenzimmer, das zur Theaterbühne wurde, zu fühlen war. Auch Gabriela Anna Schmid war vom Elan und dem großen Einsatz der Jungschauspieler angetan, sie bezeichnete die 6a als "eine außergewöhnlich talentierte Klasse".

 

 Der Abschied fiel nach diesem tollen Abschluss des Projekts schon etwas schwer. Aber
alles in allem war es eine runde Sache – für die Jungen Hunden, die dadurch einen engen Kontakt zu ihren Zuschauern pflegen konnten, aber vor allem für die Patenklasse 6a, die so unglaublich nah am Theaterbetrieb sein konnte.